Blog "Coming-out in Newtown, Sydney": Beitrag 8

 

Habe mich bereits für vier Kurse entschieden,

die ich in diesem Semester absolvieren will, bei dreien wurde ich bereits

angenommen. Wenn alles so bleibt, müsste ich nur an drei Tagen pro Woche in der

Uni sein. Das wäre nicht verkehrt; ich will ja schließlich Land und Leute

genauso kennenlernen.

 

Das Frühstück heute war auch noch erwähnenswert. Ich hatte

ein leckeres Sandwich mit einer Kombination aus Hühnchenbrust, Mayonnaise und

Cranberries in einem kleinen Café in der Nähe des Hauptbahnhofs. Zum Abendessen

dann wieder aufgrund mangelnder Alternativen auswärts Essen gewesen: Lasagne

und italienischen Salat. Heute wieder insgesamt 30 Dollar für Essen ausgegeben.

Es wird Zeit, dass ich mir eine feste Bleibe suche und mich essenstechnisch

selbst versorgen kann. So kann das geldlich nämlich nicht lange gutgehen.

 

Morgen steht wieder einiges auf dem Plan: Um 11:00 Uhr

treffe ich mich mit anderen Internationals, die ich heute kennengelernt habe.

Wir wollen zusammen Sport treiben. Und um 18:00 Uhr

ist dann ein Stipendiatentreffen meiner hiesigen Hochschulgruppe geplant.

Auch irgendwie heftig, dass hier so viele Stipendiaten einer deutschen

Organisation sind, dass es mengenmäßig ausreicht, eine eigene Gruppe zu bilden.

Zeigt nur, wie beliebt Australien und besonders Sydney als Studienorte im

Ausland in Deutschland mittlerweile sind. Nach 48 Stunden zwei mehr oder

weniger private Termine in einem neuen Land ausgemacht zu haben, ist denke ich

mal nicht so schlecht für den Anfang.

 

Freitag, 23. Juli

Nachdem ich gestern den ganzen Tag unterwegs war, komme ich

erst heute wieder dazu weiterzuschreiben. Ich scheine langsam aber sicher den

Jetlag hinter mir zu lassen, da sich mein Rhythmus zunehmend normalisiert: Kurz

nach Mitternacht ins Bett gegangen und um halb elf aufgewacht. Gut so. Aber es

scheint, als ob ich sehr viel Schlaf nachholen muss.