Blog "Coming-out in Newtown, Sydney": Beitrag 7

 

Auf dem Weg zurück ins Hotel bin ich dann in einen OPTUS

Telefonladen gegangen. Dies scheint hier der Marktführer im Handymarkt zu sein,

denn es gibt sehr viele Geschäfte davon. Jedenfalls konnte ich nicht glauben,

wie unglaublich günstig das da war. Ich habe für eine Prepaid-Karte inklusive

Handy nur 69 Dollar bezahlt und darin sind sogar 50 Dollar Gesprächsguthaben

enthalten. So hat mich das Handy als solches nicht einmal 20 Dollar gekostet.

Ich befürchte nur, sie werden es über die Gebühren fürs Telefonieren in der

Zukunft wieder reinholen.

 

Bei meinem kleinen Shoppingrundgang habe ich mit Erschrecken

festgestellt, dass die Geschäfte in dieser Vier-Millionen-Einwohner Metropole

bereits um 18 Uhr schließen. Mittlerweile macht sich auch der Jetlag bei mir

wieder bemerkbar. Er äußert sich in Schwindel und zunehmender Übernächtigung.

Ich wirke dem jetzt entgegen, indem ich – zugegebenermaßen sehr früh – schlafen

gehe.

 

Mittwoch, 21. Juli

Sechs Uhr morgens:

Die Nacht ist zu Ende. Bis auf ein paar nächtliche

Toilettenbesuche habe ich ganz gut geschlafen. In Deutschland habe ich auch

bereits Bescheid gegeben, dass ich gut angekommen bin. Um neun Uhr muss ich

heute in der Uni sein. Mal sehen, was da so passiert und vor allem, wen man so

kennenlernt.

 

20:30 Uhr:

Heute hatte ich einige Einführungsveranstaltungen für

ausländische Studierende an der Uni und dabei viele andere international

Students kennengelernt. Eingeschrieben, also „enrolled“ wie man hier sagt, bin

ich nun auch. Musste aber noch zusätzliche Gebühren in Höhe von fast 400 Dollar

bezahlen. Das wusste ich nicht und der Betrag war auch nicht einkalkuliert, da

von diesen im Vorfeld nie die Rede war. Insgesamt habe ich nämlich vor meiner

Abreise bereits mehrere tausend Dollar an die Uni überwiesen und ich dachte,

damit sei alles abgedeckt. Die Kosten für das Studium muss ich glücklicherweise

nicht alleine tragen. Ich habe das große Privileg, meinen Aufenthalt in Australien

durch ein Stipendium gefördert zu bekommen. Dieses deckt zumindest einen

Großteil der Kosten.