Blog "Coming-out in Newtown, Sydney": Beitrag 17

 

Haben, nachdem wir die Formalia fix gemacht haben, noch was

zusammen getrunken und geraucht. Es war eine sehr chillige Atmosphäre und ich

habe mich vor allem menschlich willkommen und wohl gefühlt. Was mir bei der

Entscheidung auch wichtig war, ist, dass ich mit keinen anderen Deutschen

zusammenwohne. Diese haben hier die Tendenz, immer aufeinander zu hocken und

dementsprechend bin ich froh, dass meine Mitbewohner alle als Muttersprache

Englisch haben. Bestimmt nicht schlecht für die schnelle Verbesserung meiner

Sprachkompetenz.

 

Hier ein kurzer Überblick über meine künftigen Mitbewohner:

Kyle ist Australier, ich schätze um 1,75 groß und hat lange schwarz gefärbte

Haare. Er steht auf „gothic“, wie er selbst erzählt hat. Jared, ein Amerikaner,

habe ich auch bereits kennengelernt. Er sieht aus wie ein Modell aus einer

Deowerbung oder ähnliches. Er ist über 1,90 Meter groß, hat dunkelbraune Haare

und Augen in derselben Farbe, ist auch easygoing. Der dritte ist Mason, ein

Neuseeländer. Ihn werde ich erst bei meinem Einzug kennenlernen, der allerdings

leider erst in gut einer Woche stattfinden kann, da mein Vorgänger bis dahin

noch in der Wohnung bleibt. Das heißt, ich muss dann so lange noch in meinem

sechs Quadratmeterloch im Backpacker bleiben. Schöner Scheiß.

 

Das Haus, in das ich einziehen werde, ist ein sogenanntes

„terrace house“ und hat insgesamt drei Etagen. Es ist groß, geräumig und schön.

Es befindet sich in der Alice Street in Newtown, einer Seitenstraße der sich

zentral durch Newtown ziehenden King Street. Der Standort könnte gar nicht

besser sein. Bin innerhalb kürzester Zeit an der Uni und im Zentrum und ich

habe mehr oder weniger vor der Haustür eine direkte Busverbindung nach Coogee

an den Strand. Bin sehr dankbar, jetzt doch so schnell das Wohnungsproblem

gelöst zu haben. Muss mir nur ein paar Möbel für mein Zimmer kaufen. Oder

mieten, denn das ist in Australien ebenfalls gebräuchlich. In Deutschland wäre

das für viele unvorstellbar sich beispielsweise ein zuvor benutztes Bett in die

eigenen vier Wände zu stellen. Ich aber finde das gut und äußerst praktisch.

Und Kosten spart es dazu auch noch.