Blog "Coming-out in Newtown, Sydney": Beitrag 12

 

Dort befindet sich das bekannte und bei Touristen sehr

geschätzte Aquarium, wo sich in riesigen Beckenanlagen wohl die gesamte

Unterwasserwelt der Südsee ein Stelldichein gibt. Nach einem kurzen Abstecher

ins Barviertel von The Rocks endet die Stadtrundfahrt dort wo sie angefangen

hat: am Circular Quay. Nach all dem herumfahren, bin ich den knappen Kilometer

zurück zum QVB gelaufen und mit meinen Gedanken mittlerweile ganz woanders.

Nämlich beim Essen. Ich drohe nämlich bald umzukippen, wenn nicht in naher

Zukunft etwas eintrifft.

 

Das gerade zu mir genommene Essen war sehr, lecker besonders

der Salat. Das Dressing schmeckt ganz anders als in Deutschland. Viel besser,

wie ich finde. Irgendwie fruchtiger und exotischer.

 

Weitere Pläne für den Tag habe ich auch schon wieder

geschmiedet. Ich werde mich am Abend mit ein paar anderen Internationals aus

meinem Backpacker treffen. Ein Deutscher, der aus

Düsseldorf kommt, ist auch dabei. Grundsätzlich

finde ich es bisher sehr einfach, neue Leute kennenzulernen, weil hier viele

Internationale und diese meistens nur auf der Durchreise sind. So geht vieles

sehr schnell, ist aber auch mitunter nicht verlässlich, wie ich die Erfahrung

auch bereits gemacht habe. Man trifft jemanden auch aus dem Hostel ein oder

zweimal und dann verläuft es sich wieder. Mal sehen, wie das so weitergeht.

 

Endlich riechen meine Klamotten wieder nach Kneipe. Habe vor

meiner Abreise aus Deutschland neben dem Studium in einer Bar gejobbt und den

Geruch und das ganze Drumherum schon sehr vermisst. Habe meinen ersten Long

Island Ice Tea down under getrunken. Schwach und nicht gerade preisgünstig –

wie erschreckenderweise sämtliche Cocktails hier. Auch der Alkohol an sich ist

so viel teurer als in Deutschland. Zwei Flaschen Starkalkohol kosten über 50

Dollar. Das sind über 30 Euro, der reine Wahnsinn. Insgesamt war es ein sehr netter

kommunikativer Abend, aber auch ausbaufähig – richtig auf einer Wellenlänge bin

ich noch mit niemanden, aber allzu viele Leute habe ich ja auch noch nicht

kennengelernt.